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Ukraine-News: IAEA-Chef nach AKW-Besuch: “Alles gesehen, was ich sehen wollte”


USA: Russland nutzt Gaslieferungen als Druckmittel

22 Uhr: Russland nutze Energielieferungen, um Druck auf Europas Verbraucher auszuüben, erklärt ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates in den USA mit Blick auf die ausbleibenden Gaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 1. Durch die Zusammenarbeit zwischen den USA und Europa würden die Gasspeicher aber bis zur Heizsaison im Winter aufgefüllt sein.

IAEA-Chef nach AKW-Besuch: “Alles gesehen, was ich sehen wollte”

21.03 Uhr: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Rafael Grossi hat nach dem Besuch des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja ein teils positives Fazit gezogen. Zwar seien Schäden durch den Beschuss des Kraftwerks offenkundig und inakzeptabel, aber wichtige Sicherheitselemente wie die Stromversorgung des Kraftwerks funktionierten, sagte Grossi am Freitagabend nach der Rückkehr aus der Ukraine am Flughafen Wien. Auch die Zusammenarbeit zwischen den russischen Besatzern und dem ukrainischen Personal klappe auf professioneller Ebene einigermaßen. Seine größte Sorge bleibe, dass das Atomkraftwerk durch weiteren Beschuss schwer beschädigt werden könnte.

Er erwarte eine genaue Analyse der Sicherheit des Kraftwerks durch seine vor Ort verbliebenen Experten im Laufe der nächsten Woche, sagte Grossi. Er habe nicht den Eindruck, dass die russischen Besatzer etwas verborgen haben. “Wir haben alles gesehen, was ich sehen wollte”, sagte Grossi. Ein entscheidender Unterschied zu vorher sei auch, dass er nun aus eigenen Quellen erfahre, was vor Ort passiere.

Der IAEA-Chef betonte erneut, dass er die Mission der seiner Behörde als permanent ansehe. “Die IAEA ist da, um so lange wie nötig zu bleiben.” Dazu gebe es aktuell die Zustimmung der Ukraine und Russlands. Dass sich die Dinge ändern könnten, sei ihm klar. Am meisten sorge ihn derzeit, dass das Kriegsgeschehen rund um das Kraftwerk an Intensität zunehme, sagte Grossi.

IAEA-Chef Grossi bestätigt dauerhafte Präsenz der Behörde in Saporischschja

20.30 Uhr: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, teilt mit, dass zwei seiner Mitarbeiter länger im AKW Saporischschja bleiben werden. Derzeit seien sechs IAEA-Mitarbeiter in der Anlage, vier davon würden kommende Woche zurückkehren. Er kündigt einen Bericht über die Inspektion des Atomkraftwerks für den Anfang kommender Woche an.

Gazprom nimmt Gaslieferungen über Nord Stream 1 nicht wieder auf

19.14 Uhr: Gazprom gibt bekannt, ein Defekt sei an der Gasleitung von Russland nach Deutschland entdeckt worden. Die Lieferungen würden vollständig eingestellt. Hier lesen Sie mehr.

Ukraine nimmt russische Basis nahe AKW Saporischschja unter Beschuss

18.25 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben am Freitag eine russische Basis nahe des Atomkraftwerks Saporischschja in der Südukraine beschossen. In der Stadt Enerhodar sowie in der ebenfalls im Süden gelegenen Stadt Cherson seien mit “präzisen Angriffen” drei russische Artilleriesysteme sowie ein Munitionslager zerstört worden, teilten die ukrainischen Streitkräfte mit. In dem im Stadtgebiet von Enerhodar gelegenen Akw Saporischschja halten sich derzeit Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) auf.


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