Germany

Siemens-Tweet zu Turbine sorgt für Kritik


Der Sprecher von Siemens Energy, Tim Proll-Gerwe, meldete sich umgehend zu der Kritik zu Wort: “Bitte mal die Kirche im Dorf lassen. Dass Menschen in diesem widerwärtigen Krieg sterben, ist furchtbar. Der Tweet hat dazu aber wirklich gar keinen Bezug. Wir bekommen jeden Tag zig Anfragen, ob die Turbine noch in Mülheim steht. Das ist eine Art, die Frage zu beantworten”, schrieb er als Kommentar an Sarfeld.

Andere, vor allem internationale Leser des Siemens-Tweets, sahen den Beitrag offenbar etwas lockerer und machten konkrete Vorschläge. Diese reichten von Elton Johns “I’m still standing” über Depeche Modes “Useless” bis zu Bob Marleys “Waiting in vain” und “Never ending story” von Limahl. Sogar die SPD in Nordrhein-Westfalen beteiligte sich an der Liedersuche und schlug Helge Schneider mit “Allein an der Bar” vor.

Politischer Streit um Turbinenlieferung

Seit Juni hat Russland die Gaslieferungen über Nord Stream 1 deutlich zurückgefahren. Der russische Energiekonzern Gazprom begründet das mit fehlenden Turbinen. Sie seien wichtig, um den nötigen Druck zum Durchpumpen des Gases aufzubauen.

Gazprom warf seinem Vertragspartner Siemens Energy wiederholt vor, nicht die nötigen Dokumente und Informationen zur Reparatur der Maschine übermittelt zu haben. Siemens Energy wies die Vorwürfe zurück. Bei einem Besuch in Mühlheim hatte Bundeskanzler Scholz sich selbst informiert. Die Turbine sei jederzeit einsetzbar, sagte der SPD-Politiker und warf Russland indirekt vor, Vorwände für die ausbleibenden Gaslieferungen zu nutzen.


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