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+ Newsblog zum Ukraine-Krieg + Saporischschja: Putin “offen für Dialog”


Das Wichtigste aus der Nacht

6 Uhr: Die Ukraine hofft auf eine bessere Luftabwehr dank deutscher und amerikanischer Waffensysteme. Die Angriffe durch russische Raketen halten an, dennoch spricht der ukrainische Präsident Selenskyj von einem baldigen Wiederaufbau. Lesen Sie hier die Ereignisse der Nacht.

Institut: Russland verlegt Ausrüstung aus Belarus

4 Uhr: Das amerikanische “Institute for the Study of War” geht in seiner jüngsten Bewertung davon aus, dass Russland Züge mit Waffen, Ausrüstung, Munition und anderem Material aus Belarus belädt, um sie in weiter südlich und östlich gelegene Einsatzgebiete zu verlegen. Das würde gegen eine direkte Beteiligung von Belarus am Ukraine-Krieg sprechen. Am Montag hatte Machthaber Alexander Lukaschenko angekündigt, eine gemeinsame Militäreinheit mit der russischen Armee zu gründen.

Luftalarm in mehreren ukrainischen Städten

2.20 Uhr: In der Nacht zum Mittwoch wurde in mehreren ukrainischen Städten Luftalarm ausgelöst, darunter auch in Kiew und in Odessa. Die Warnungen wurden kurze Zeit später wieder aufgehoben, lediglich für Mykolajiw wurde der Alarm laut offiziellem Telegram-Kanal noch aufrechterhalten. Über Einschläge oder Schäden war zunächst nichts bekannt.

Lambrecht verurteilt Angriffe auf Zivilbevölkerung

1.10 Uhr: Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat vor dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister die russischen Raketenangriffe in der Ukraine scharf verurteilt. “Mit dem Raketenbeschuss ukrainischer Städte terrorisiert Putin unverhohlen die Zivilbevölkerung. Seine Verachtung gegenüber den Menschen steigt offensichtlich mit dem Scheitern seiner Pläne”, sagte Lambrecht den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Unsere Unterstützung für die Ukraine müssen wir unvermindert fortsetzen.” Gerade die Lieferung von Flugabwehrsystemen sei deshalb der richtige Schritt.

Vier weitere Himars-Systeme in der Ukraine angekommen

23.30 Uhr: Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow hat bestätigt, dass vier weitere Himars-Raketenwerfer aus den USA in der Ukraine angekommen sind. Er dankte dem US-Präsidenten Joe Biden, seinem Verteidigungsminister Lloyd Austin und dem amerikanischen Volk. Die Himars-Raketen bedeuteten “gute Zeiten für die Ukraine und schlechte für die Besatzer”, schrieb er auf Twitter.

Biden: Putin hat sich erheblich verkalkuliert

23.05: Kremlchef Wladimir Putin hat sich mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden verschätzt. “Ich denke, er ist ein rationaler Akteur, der sich erheblich verkalkuliert hat”, sagte Biden laut TV-Sender CNN in einem Interview, das am Dienstagabend (Ortszeit, 3 Uhr MESZ) ausgestrahlt werden sollte. Demnach sagte Biden, er glaube zwar, dass Putin rational handle, seine Ziele in der Ukraine aber irrational seien. “Wenn man sich die Rede anhört, die er nach der Entscheidung (Krieg gegen die Ukraine zu führen) hielt, sprach er von der ganzen Idee, dass er als Führer eines Russlands gebraucht werde, das alle Russischsprachigen vereint. Ich meine, ich halte das einfach für irrational”, sagte Biden laut CNN.

US-Präsident Joe Biden geht davon aus, dass der russische Präsident Wladimir Putin im Krieg mit der Ukraine keine taktischen Atomwaffen einsetzen werde. “Nun, ich glaube nicht, dass er das tun wird”, antwortet Biden in dem Interview auf die Frage, für wie realistisch er es halte, dass Putin eine taktische Nuklearrakete einsetzen werde.


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