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Katholische Amtsträger verteidigen Papst-Haltung zur Ukraine


Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland haben Papst Franziskus gegen den Vorwurf in Schutz genommen, sich bisher nicht klar vom Angriffskrieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf die Ukraine distanziert zu haben. Sie nehme wahr, dass sich der Papst bemühe, Gesprächswege offenzuhalten, und deshalb eine gewisse Rücksicht nehme, sagte die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, am Mittwoch bei der Auftakt-Pressekonferenz zum Katholikentag in Stuttgart. Sie nehme aber auch wahr, dass der Papst in einem Gespräch mit dem Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche klargestellt habe, dass er nicht der “Ministrant von Putin” sei.

“Ich finde das schon ein klares Wort von ihm”, sagte Stetter-Karp. “Vielleicht wie manches Mal bei Papst Franziskus ist es nicht ganz leicht, eine Linie und ein Entweder-Oder wahrzunehmen.”

Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, ging noch deutlich weiter als Stetter-Karp und behauptete, der Papst habe sich “sehr eindeutig” positioniert. “Ich möchte in diesem Zusammenhang sagen, ich bin tief erschüttert, dass der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill sich in dieser Weise mit Putin gemein macht”, sagte Fürst. “Kriegstreiberei hat im Christentum keinen Platz.”


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