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Antifa-Razzia in Connewitz richtete sich gegen Terrorverdächtige im Fall Lina E.


Im Prozess gegen die mutmaßliche Nazi-Jägerin Lina E. hat ein Insider ihr Umfeld schwer belastet. Offenbar wird eine Zeugin nun zur Verdächtigen.

Der Terrorprozess gegen die Studentin Lina E., die mit weiteren angeklagten Linksautonomen Jagd auf ebenfalls gewaltbereite Neonazis gemacht haben soll, ging bislang schleppend voran. Umso spektakulärer mutete eine Razzia Mitte Juni an, über die bislang wenig Details bekannt wurden. Damals rückte die Polizei nach Leipzig-Connewitz aus, um im Zusammenhang mit dem laufenden Prozess – so viel bestätigte der Generalbundesanwalt – zwei Objekte zu durchsuchen. Ein Kronzeuge aus der Gruppe hatte angeblich die Grundlage dafür geschaffen. Wenig später sagte er auch vor dem Oberlandesgericht Dresden aus.

Informationen von t-online zufolge richteten sich die Durchsuchungen gegen eine Frau aus dem Umfeld von Lina E., die bislang im Prozess als Zeugin auftrat, im Verfahren der Bundesanwaltschaft nun aber als Beschuldigte geführt wird. Vor Gericht hatte sie die Aussage verweigert und dafür sogar ein Ordnungsgeld in Kauf genommen. Die Durchsuchung sollte Beweismittel unter anderem in ihrer Wohnung sichern. Auf Anfrage von t-online wollte sich der Generalbundesanwalt nicht dazu äußern.

Die Ermittler gehen aber den Recherchen zufolge davon aus, dass die Frau namens K. gemeinsam mit Lina E. einen der Angriffe vorbereitete, indem sie den Neonazi S. Anfang August 2018 in Wurzen observierte. Sie werfen ihr Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung vor. In Wohnung und Autos der Verdächtigen suchten sie deswegen nach verwendeter Kleidung und Ausrüstung, Speichermedien, Fotos, Videos und schriftlichen Unterlagen. Aus einem Beschluss des Bundesgerichtshofs geht hervor, dass zahlreiche Gegenstände vorläufig sichergestellt wurden.


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